VUCA – Neue Anforderungen an Job- und Führungserfolg

VUCA ist ein Akronym und umfasst die Aspekte Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität. Der Begriff wurde in der US-Armee eingeführt und soll die sich verändernde komplexere Welt nach Ende des Kalten Krieges beschreiben.

Zunehmende Dynamik in der Veränderung von Arbeitswelten

Das „V“ für Volatilität beschreibt dabei die zunehmende Dynamik in den Veränderungen der Rahmenbedingungen und die Zunahme der Veränderungsgeschwindigkeit. Stichworte sind die in den Unternehmen laufenden Prozessoptimierungen, Umorganisationen in kürzeren Abständen, kürzer werdenden Produktlebenszyklen und Entscheidungszeiträume. Übersetzt in die zu hinterfragenden Kompetenzen im AC bedeutet dies, dass zu prüfen ist, ob der zu beurteilende Potenzialkandidat nicht nur offen für Neuerungen ist, sondern auch Treiber von Veränderungen sein kann.

Zukünftige Entwicklungen lassen sich immer schwieriger vorhersagen

Das „U“ für Unsicherheit beschreibt, dass sich die Zukunft schwieriger vorhersagen lässt und dass es immer wieder Überraschungen gibt. Von der Führungskraft wird gleichwohl erwartet, innezuhalten, zu verstehen und zuzuhören. Das Ausstrahlen von Ruhe und ein grundlegender Optimismus sind hier zu betrachtende Kompetenzen. Ein versiertes Change Management, um mit der vorhandenen Unsicherheit angemessen umzugehen, wird oft vorausgesetzt.

Erfolgreiche Führungskräfte können Komplexität in der Arbeitswelt reduzieren

Das „C“ für Komplexität beschreibt die zunehmenden Schwierigkeiten, die Themen auseinanderzuhalten, die Vielzahl an Einflussvariablen auf Entscheidungen und an Folgewirkungen. Damit wird von Führungskräften in der VUCA-Welt noch stärker die Fähigkeit zur Komplexitätsreduktion gefordert. Für das AC steigt damit die Notwendigkeit, die jeweilige Ausprägung der kognitiven Fähigkeiten zu erheben (kognitive Tests, Fallstudien, Fact-Finding, im Interview Befragung zur bisherigen Historie dazu), welche eine wesentliche Voraussetzung für diese Fähigkeit ist.

Ausgeglichenheit auch in mehrdeutigen Situationen

Ambiguität („A“) meint die Vieldeutigkeit von Entwicklungen, die Gefahr von Fehlinter­pretationen sowie die Unklarheit von Ursache-Wirkungs-Beziehungen. Im deutschen Sprachraum ist der Term Ambiguitätstoleranz gebräuchlich, also die Neigung, sich in solchen mehrdeutigen und komplexen Situationen wohlzufühlen. Neben den kognitiven Anforderungen sind von der Führungskraft innere Stabilität und Ausgeglichenheit gefordert.

Digital by Default

Bedingt durch den technischen Fortschritt und die rasante Verbreitung von Internet und Smartphone auf der ganzen Welt werden aktuell fast alle Branchen auf den Kopf gestellt: Im Vertrieb werden ganz neue Fähigkeiten gefragt, die klassische 1:1-Kundenbeziehung wird in vielen Branchen irrelevant. Dafür müssen sich Führungskräfte in den Methoden des Internetvertriebs auskennen. Stichworte sind z. B. SEO, SEA, Retracking oder personalisiertes Pricing. Digital by Default bedeutet über die Digitalisierung hinaus, dass alle Prozessveränderungen und Produktangebote in Organisationen von vorne herein nur noch digital implementiert werden.

Für ein paar Jahre noch sind Führungskräfte nicht selbst aus der Generation „Digital Natives“. Dennoch wird von ihnen erwartet, dass sie die Digitalisierung vorantreiben. Dazu brauchen sie selbst Erfahrung, Wissen und Neugierde für digitale Trends und Methoden. Das lässt sich innerhalb des AC gut in einem Interview hinterfragen.

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