Optimierung der Weiterbildungsberatung eines Versicherungsdienstleisters

OBERMANN_0351Gegenstand des Projekts ist die PE-Bedarfsanalyse eines großen deutschen Versicherungsunternehmens. Sie wird als Systematische Weiterbildungsberatung bezeichnet und ist einer eigenen Organisationseinheit zugeordnet. Ziel des Projekts war es, die Maßnahmen des Personalentwicklungsbereichs stärker in einer systematischen Ursachenanalyse zu verankern und damit effektiver und nachhaltiger zu gestalten.

Das Projekt orientierte sich an den Grundideen eines in Deutschland noch wenig bekannten Ansatzes, der in den USA als ‚Performance Improvement‘ bezeichnet wird (Van Tiem, Moseley & Dessinger, 2012). Dies ist ein Beratungs- und Gestaltungsansatz, der das Ziel verfolgt, die Arbeitsergebnisse – Qualität, Quantität, Kosten und Zeit – von Individuen und Teams durch multidimensionale Interventionsprogramme – d.h. sich in ihrer Zielrichtung ergänzende personale und struktur- bzw. prozessbezogene Maßnahmen – zu verbessern und damit nachhaltig zur Wertschöpfung von Organisationen beizutragen. Maßnahmen zur Verbesserung von Performance sollen dabei stets auf einer systematischen Problem- bzw. Chancenanalyse fußen. Kern dieser Analyse ist die ausführliche Beschreibung von Performance-Treibern und -Barrieren. Hierfür wurden zahlreiche Leitmodelle, Instrumente und Arbeitshilfen entwickelt.

Der nachfolgende Beitrag beschreibt die Entwicklung der Weiterbildungsberatung bei diesem Versicherungsdienstleister: er stellt dar, wie der überarbeitete Prozess aus den Leitmodellen und Instrumenten des Performance Consulting-Ansatzes abgeleitet wurde; ferner zeigt der Beitrag, wie das vorliegende Projekt genutzt wurde, um ein Performance- und erfolgsorientiertes Verständnis von Personalentwicklung zu erarbeiten:

Solga, M. & de Souza-Kloppenburg, V. (2014). Leitmodell Performance Improvement – Weiterbildungsberatung im Continentale Versicherungsverbund. Bildungs- & Talentmanagment – Jahrbuch 2014 (S. 164-171). Bonn: EuPD Research / TÜV Süd Akademie.